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Nachhaltige Stadtentwicklung

Leitbild für eine nachhaltige Stadtentwicklung

Das Leitbild für eine nachhaltige Stadtentwicklung konzentriert sich auf die Themen Siedlungsentwicklung, Erhalt und Heilung der Landschaft und die Zukunft der Menschen in Porta Westfalica.

Porta Westfalica: Viele Dörfer und Ortsteile - ein Zentrum

Porta Westfalica bewahrt und fördert die Vielfalt und Eigenständigkeit seiner Dörfer und Ortsteile.
Die Dörfer und Ortsteile ermöglichen Lebensgestaltung in enger fuss- und fahrraderreichbarer Verbindung zur freien Landschaft, fördern gewachsene Nachbarschaften und bewahren ihre Identität durch Erhalt bzw. Wiederherstellung ihrer historischen Kerne.
Damit die Dörfer/ Ortsteile auch optisch in ihrer Eigenständigkeit erkennbar bleiben, werden die Übergänge zur Landschaft sowie zu anderen Ortsteilen und Dörfern dauerhaft als Übergangszonen gestaltet, dies gilt für Wohn- wie auch Gewerbebebauung. Für die Bauleitplanung bedeutet das, dass die angestrebten Übergangszonen bei der Ausweisung von neuen Baugebieten fester Bestandteil der Planung und eventuell als Ausgleichsflächen ausgewiesen werden. Dem sich ausbreitendem "Siedlungsbrei" wird Einhalt geboten. Lokale Besonderheiten werden geschützt, dorftypische und prägende Gebäude erhalten und - wo notwendig - umgenutzt. Das große Angebot an ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäuden wird für veränderte Nutzungsmöglichkeiten erschlossen.
Hausberge ist das anerkannte Zentrum von Porta Westfalica. Dies gründet sich auf die historische Entwicklung (Amt Hausberge) wie auch auf den Sitz der Verwaltung, Schulzentrum und andere Zentrumsfunktionen.
Durch Rathaus/ Verwaltung, Schulzentrum, Geschäfte u. a. beleben viele Menschen das Zentrum Hausberge. Zur Steigerung der urbanen Qualität sollten alltägliche Begegnungsmöglichkeiten verstärkt gefördert werden. Dies können Gastronomieangebote für Schüler, Verwaltungsmitarbeiter wie auch Besucher sein. Wünschenswert wäre auch ein Angebot für die Besucher des Rathauses/ Verwaltung ("Cafe im Rathaus"). Ziel ist es, die große Zahl der täglichen Besucher Hausberges stärker zusammenzuführen.
Durch besondere Maßnahmen der "grünen Stadtbildpflege" (Bäume, Blumen, Gehölze) und attraktiv gestaltete öffentliche Freiräume und Plätze stimuliert Hausberge öffentliche Begegnung und Austausch aller Bürger.
Die Stellung Hausberges als Zentrum wird durch wiederkehrende größere Ereignisse für ganz Porta Westfalica erlebbar. Beim ein- oder zweijährigem Rhythmus veranstaltete "Fest der Dörfer" wird die Vielfalt wie Zusammengehörigkeit Porta Westfalicas gefeiert. Die Nutzung des Kurparks für Kulturveranstaltungen wie auch die Durchführung von Märkten für die Gesamtstadt (Weihnachtsmarkt und Stadtfest) führt die Bewohner Porta Westfalicas aus allen Dörfern und Ortsteilen regelmäßig zusammen.

Siedlungsentwicklung

Für alle baulichen Siedlungserweiterungen gilt der eindeutige Grundsatz: Nutzung vorhandener Bausubstanz, Bebauung von inneren Siedlungslücken, Baulücken oder Brachflächen, Aktivierung "gebrauchter" Flächen vor Ausweisung neuer Siedlungsflächen an den Siedlungsrändern.
Soweit durch kommunalen Einfluss zu gestalten, werden Bauvorhaben nach ökologischen Gesichtspunkten umgesetzt. Dies gilt im Besonderen für öffentliche Gebäude. Das bedeutet höchstmögliche Energieeffizienz, Verwendung umweltverträglicher und gesunder Baumaterialien, geringst mögliche Eingriffe in den Naturhaushalt.
Für die Planung von neuen Siedlungsgebieten sollen die Grundsätze für die Errichtung von Solarsiedlungen eingehalten werden. Bei allen zukünftigen Planungen wird von einer Durchmischung von Wohnen und Arbeiten ausgegangen, um regionale Gewerbe- und Versorgungsstrukturen zu ermöglichen.
Für alle zukünftigen Planungsaufgaben wird die Planungshoheit durch die Kommunen wahrgenommen, Vorhaben- und Erschließungspläne werden nur in sehr begründeten Ausnahmen erstellt.

Landschaft

Porta Westfalica - Stadt am Weserbogen mit der Porta Westfalica - entwickelt sich als großräumige Parklandschaft.
Porta Westfalica verpflichtet sich zum Erhalt, der Pflege sowie - wo notwendig - der Heilung seiner einmaligen Landschaft. Die Maßnahmen des Landschaftsplanes werden umgesetzt, insbesondere die Einhaltung der Vorgaben für Landschafts- und Naturschutzgebiete.
Die wesentlichen Inhalte des Landschaftsplanes werden in der Öffentlichkeit deutlich gemacht und in kontinuierliche Erinnerung gebracht.
Besonderen Schutz und Pflege erfahren Weserufer, Kuppe und Kämme des Wiehen- und Wesergebirges.
Porta Westfalica verwirklicht das Projekt "100.000 Bäume in Porta Westfalica". Im Rahmen dieses Projektes werden 100.000 neue Bäume im Stadtgebiet gepflanzt. Durch das Projekt werden alle Straßen mit begleitendem Baumbestand versehen, die Siedlungsbereiche intensiv durchgrünt und die Landschaft mit Bauminseln und Gehölzgruppen gestaltet.
Porta Westfalica verpflichtet sich zur Förderung der naturnahen Land- und Forstwirtschaft und entwickelt ein Netzwerk regionaler Versorgung.
Die Eingriffe in die Landschaft durch den Kiesabbau werden durch die Umwandlung in ökologisch vielfältige und der menschlichen Erholung dienende Flächen ausgeglichen. Diese Gebiete dienen dem Nutzen von Natur und Mensch. Eine bevorzugte oder gar ausschließliche Nutzung durch bestimmte Gruppen (z.B. Angler) steht im Konflikt mit dem Naherholungsbedürfnis aller Bürger.

Menschen in Porta Westfalica

In den Ortsteilen und Dörfern finden alle Menschen Möglichkeiten, ihr Leben zu gestalten. Es gibt ausreichende Angebote für Familien wie auch Alleinerziehende mit Kindern und Jugendlichen, für Alleinstehende wie auch für älter werdende Bürger.
In jedem Dorf/ Ortsteil gibt es Begegnungsmöglichkeiten für alle Alterstufen. Dabei werden auch Versorgungsmöglichkeiten ("Mittagstisch") angeboten.
Ältere Menschen können in ihrer angestammten Umgebung alt werden, durch Gemeinwesenarbeit erfahren sie Hilfe zur Selbsthilfe.
Durch die Einrichtung einer "Wohnungsbörse" mit der Vermittlung von "Mitwohnen", Wohnungstausch etc. werden die vorhandenen baulichen Ressourcen ökonomisch und sozial sinnvoll genutzt.
Überschaubarkeit und Pflege der nachbarschaftlichen Bindungen machen Porta Westfalica zu einer sicheren Stadt. In der Stadtplanung werden soziale Aspekte besonders berücksichtigt. Dies gilt auch für konkrete Maßnahmen wie die Vermeidung von "Angsträumen" oder Ghettobildung. Gute öffentliche Nahverkehrsverbindungen ermöglichen auch nichtmotorisierten Bürgern ausreichende Mobilität.