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Leitbild Soziale Gerechtikeit

Präambel:

Soziale Gerechtigkeit ist eine der Kernforderungen der Lokalen Agenda 21. Soziale Ungerechtigkeit ist ein Problem von lokaler und globaler Reichweite, das soziale Konflikte bedingt. Im Zeitalter weltweiter Vernetzung und globaler Arbeitsteilung lässt sich die Verantwortung für ein friedliches Miteinander nicht mehr an einzelne Staaten und Institutionen abtreten.
Auf lokaler Ebene tritt die AG Soziale Gerechtigkeit für die aktive Bürgerbeteiligung in Porta Westfalica ein. Ziel ist es, ein Klima zu schaffen, in dem Menschen frei und gleichberechtigt miteinander handeln und alternative Zukunftsentwürfe entwickeln und leben können.
Auf der globalen Ebene treten wir ein für die Verringerung des Wohlstandsgefälles in EINER WELT, für die Sicherung von Frieden und damit für das konsequente Engagement gegen Krieg.

Ehrenamt / Freiwilligenarbeit

Eine unserer Kernforderungen der bisherigen BürgerInnenarbeit beinhaltet die Einrichtung einer Koordinierungsstelle für den Austausch sozialer Dienste. Damit verbunden ist die Forderung nach höherer Anerkennung und besserer Ausstattung von Freiwilligenarbeit. Nächstliegendes Ziel ist die Auseinandersetzung mit bereits existierenden Modellen, z.B. die den Tausch sozialer Dienste über ein Punktesystem organisieren.

Vernetzung und Information im Bereich sozialen Engagements

Ein zentraler Bestandteil weiterer Agenda-Tätigkeit muss sein, die Arbeit an der Info-Broschüre "Soziales Engagement in Porta Westfalica" fortzuführen. Damit wird ein wichtiger Beitrag erbracht, um zum Einen die Vernetzung von sozial Engagierten untereinander zu ermöglichen bzw. zu erleichtern und zum Anderen die notwendigen Informationen über Hilfeleistungen für die hilfesuchenden und betroffenen BürgerInnen zur Verfügung zu stellen.

Soziale Einrichtungen

Die AG Soziale Gerechtigkeit hält es für unverzichtbar, dass ein flächendeckendes Netz sozialer Hilfe- und Interventionseinrichtungen zur Verfügung steht. Damit verbunden ist das Eintreten für die gerechte Verteilung der Finanzen und ein Ausbau inbesondere in den Bereichen:

  • Gesundheitsfürsorge (gleichberechtigte Versorgung im Gesundheitswesen, keine Zwei-Klassen-Medizin)
  • Jugendsozialarbeit (einschließlich dem Schutz bzw. der Hilfe bei Missbrauch/Misshandlung),
  • Familienberatungsstellen,
  • Seniorenhilfe / Begegnungsstätten,
  • Flüchtlingsberatung / -hilfe,
  • Unterstützungsleistungen für Alleinerziehende und kinderreiche Mütter / Väter

Schule, Ausbildung, Arbeit, Beschäftigung

Die Grundlage der nachhaltigen, sozial gerechten Entwicklung ist im Rahmen der Lokalen Agenda das umfassende Präventionsverständnis. Das bedeutet für den Bildungs- und Beschäftigungssektor:

  • die Verringerung sozialer Selektion durch das dreigliederige Schulsystem / Förderung des Integrativen Schulwesens
  • schuleigene soziale und psychologische Beratungsangebote
  • Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen bzw. Grundeinkommen
  • Gleichstellung von Frauen in Arbeit und Familie
  • individuelles Beratungs- und Unterstützungsangebot für Erwerbslose