Leitbild Naturnaher Garten
Präambel
Die Stadt Porta Westfalica möge darauf hinwirken, dass sich im Stadtgebiet die heimische Fauna und Flora in natürlicher Weise entwickeln kann und dass sie auf Dauer erhalten bleibt. Einschränkungen dieses Grundsatzes sollen möglichst gering bleiben. Mögliche Eingriffe sollen vor der Durchführung auf ihren Sinn und Nutzen für die Allgemeinheit bzw. ihren Schaden für die natürliche Umgebung hin überprüft werden.
Dies sollte für alle Flächen gelten, vor allem auf die, auf welche die Stadt Porta Westfalica unmittelbaren oder mittelbaren Einfluss hat. Unmittelbaren Einfluss haben Rat und Verwaltung auf die von ihr verwalteten Flächen, mittelbaren auf die ihrer Bürger. Der letzte Punkt ist durch Ortssatzungen oder andere Instrumente der kommunalen Selbstverwaltung sicherzustellen.
- Brachflächen sollen ausgewiesen werden.
- Bei der Anlage von Gärten sollen heimische, standortgerechte Gehölze und andere Pflanzen bevorzugt werden.
- Gärten, Wege, Plätze und andere Flächen sollen Ruhezonen und Rückzugsmöglichkeiten für Tiere, insbesondere Insekten als Garanten für das Überleben heimischer Nutz- und Wildpflanzen, bereitstellen.
- Es gibt keine Unkräuter, jede Pflanze hat Ihren Platz.
- Grünabfall soll da verbleiben, wo er anfällt, die Eigenkompostierung soll gefördert werden.
- Gärten sind nicht Abstandsfläche zum Nachbarn, sondern Lebensraum. Dem Garten ist die Funktion als Zier- oder Nutzgarten, z. B. zur Herstellung eigener Lebensmittel oder als Kräuter- und Heilpflanzengarten zurückzugeben.
- Die Schönheit von Gärten soll auf städtischen Flächen beispielhaft dargestellt werden.
- Interessierte Bürger sollen entsprechend angeleitet oder beraten werden.
- Hecken, Steinmauern, Gräben und Wegeseitenbereiche sind Teil einer z. T. Jahrhunderte alten Kulturlandschaft, die als solche erhalten und bewahrt werden und nicht der Agrarproduktion weichen soll.
- Gewässer und Uferbereiche sollen naturnah bewahrt oder wiederhergestellt werden.
- In den Schulen soll das Wissen um die Kreisläufe der Natur und die Schönheit unserer Kulturlandschaft vermittelt werden, z. B. praktisch durch die Anlage naturnaher Schulgärten oder durch Unterricht in der Natur.
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