Leitbild Luft
Präabel
Im Verständnis der Bürger unseres Landes werden Wasser, Boden, Luft getrennt wahrgenommen. Eine mögliche Ursache dafür liegt im Ansatz des Umweltschutzgedankens in unserem Kulturkreis: Beseitigt wurde immer etwas Störendes, etwas was augenfällig geworden war. Diese punktuelle Betrachtung brachte End of the Pipe-Technologien hervor, beispielsweise die Reinigung von Abwässern in einer Kläranlage vor Einleitung in ein Gewässer.
Richtig ist es aber, Wasser, wie auch Luft und Boden -eben die gesamte Umwelt- als Ganzes zu betrachten. Im technischen Umweltschutz sind entsprechend dieser Sichtweise neue Strategien zu entwickeln. Die ganzheitliche Betrachtung ist zu fördern.
Der Grundgedanke ist: Man darf die Belastung gar nicht erst entstehen lassen.
Die Luft zum Atmen ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Grundlebensmittel. Ohne einen bestimmten Sauerstoffgehalt der Luft, ohne die Abwesenheit von giftigen Bestandteilen erstickt der Mensch oder er vergiftet sich.
Sekundär, aber nicht minder weitreichend sind die Auswirkungen von Kohlendioxid oder Methan auf das Weltklima.
Vor diesem Hintergrund darf von der Stadt Porta Westfalica keine Schädigung von Luft oder Klima ausgehen: Es obliegt daher der Stadt Porta Westfalica, die Luft durch folgende Maßnahmen zu schützen:
- Einschränkung des Straßenverkehrs auf ein notwendiges Maß (die eigenen Füße, Fahrrad, Bus oder Bahn statt Auto) bzw. abgasfreie Autos z.B. Antrieb durch Wasserstoff aus Brennstoffzellen.
- Massiver Einsatz von Energiesparmaßnahmen (Gebäudedämmung, Heizungsoptimierung oder -ersatz, Optimierung von Produktionsabläufen, sparsame Fahrzeugtechnik).
- Massiver Ersatz fossiler und atomarer Brenntechnik durch regenerative Energien (Wind, Sonne, Wasser, Biomasse),die Technik für einen weitgehenden Ersatz auch bei Fahrzeugantrieben ist bereits heute verfügbar, beim Heizen von Gebäuden ohnehin.
- Schutz, Hege und Neuanpflanzung von heimischen Mischwäldern zur Sauerstoffproduktion und zur Etablierung von CO 2 - Kreisläufen bei der Wärmegewinnung und zum Schutz des Grundwassers.
- Frühe Vermittlung (Kindergarten, Vorschule, Grundschule) der geschilderten Zusammenhänge und Erziehung zum sparsamen Umgang mit Energie und zur Achtung der Luft als Grundlebensmittel.
Zu beachten ist in allen Fällen vorrangig das Prinzip der Nachhaltigkeit!
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